Ist zusätzliche Altersvorsorge sinnvoll?
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, niedrigen Wirtschaftswachstums und anhaltend hoher Arbeitslosigkeit wurde mit der Rentenreform 2001 die Absenkung des gesetzlichen Rentenniveaus beschlossen. Gleichzeitig wurden die Voraussetzungen für die kapitalgedeckte zweite und dritte Säule der Altersvorsorge deutlich gestärkt.
Weitere Gründe die für eine zusätzliche Altersversorgung sprechen:
- die Einführung des Nachhaltigkeitsfaktors in die Rentenformel im Jahre 2004
- die niedrige Geburtenraten und steigende Lebenserwartungen
- das jährliche prognostizierte Wirtschaftswachstum von lediglich 1,7% bis 2020. Nach 2020 dann bei nur noch etwa 1,4%
- die Anhebung des Renteneintrittsalters bis 2029 schrittweise auf 67
- die Absenkung des Durchschnittsentgelt von derzeit 52,2% bis 2019 auf 46,3% nach Sozialabgaben und vor Steuern
- die Erhöhung der Lebenserwartung bis zum Jahr 2030 (Männer auf 84,1 Jahren und Frauen auf 87,6 Jahren), dadurch verlängert sich auch die Rentenbezugsdauer
- Fehlerhafte Renteninformationen des Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV).
Der DRV geht von einer Rentenerhöhung von bis zu 2% aus. Tatsächlich liegt die Rentensteigerung bei gerade mal 0,8% in den letzten 14 Jahren.